Schreibtisch Psychologie – mein Set-up 1.0

Ein Schreibtisch sagt viel über die Person aus, die ihn nutzt.
War ich früher noch der totale Chaot, mag ich es inzwischen nicht mehr, wenn ich erst einmal alles beiseite schieben muss um eine kleine Ecke für mich zu haben.

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Ich denke, dadurch, dass ich nun oft an anderen Orten arbeite, habe ich Minimalismus schätzen gelernt.
Natürlich braucht man ab und zu viele Utensilien, verschiedene Bücher und Listen. Doch nach getaner Arbeit versuche ich alles sauber zu verlassen. Ich kehre an einen solchen Tisch auch viel lieber wieder zurück und fühle mich dort selbst wieder mehr willkommen. Vor allem aber kann ich mit geordneten Gedanken an die nächste Arbeit starten.
Warum auch immer liebe ich für den Arbeitsplatz und die Utensilien die Farbe weiß. Ein paar farbliche Akzente reichen mir schon. Ganz wichtig ist für mich die Fensternähe. Ich muss meinen Gedanken buchstäblich freien Lauf lassen können. Und hier setzt auch schon mein erster Trick für Produktivität an.

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Nutzt ihr To-Do-Listen? Ich nur bedingt. Natürlich notiere ich mir, was zu erledigen ist. Jedoch habe ich bemerkt, dass ich mich an eine einfach Liste nicht halte. Und so fing ich mit Mind Maps an. Ich habe Themenfelder, die es zu bearbeiten gilt. Dazu einzelne Aufgaben und Unterpunkte. Diese notiere ich auf Post ist (zugegeben nicht die ökologischste Variante, aber ich nutze die ganz, ganz kleinen) und klebe das Ganze…na, wohin wohl? Auf das Fenster. So blockieren die Zettel teilweise meine Sicht und die ist es, die ich ganz schnell wieder haben will. Also trickse ich mich selbst aus und arbeite alles schnell ab. Für eine neue freie Sicht. Für mich funktioniert das optimal. Sicher, so kann sie nicht transportiert werden. Doch wenn ich mich nun zum Arbeiten an einen anderen Ort begebe, nehme ich ausgewählte Zettel mit und arbeite sie vor Ort ab. Das Gefühl nach erledigter Aufgabe ist einfach klasse. Ich knüddel den Zettel zusammen und werfe ihn in den Mülleimer.

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Für mich wichtig sind auch persönliche Dinge auf dem Schreibtisch. Fotos von lieben Menschen und schönen Orten geben mir ein vertrautes Gefühl. Blumen sind mir auch wichtig. Mein grüner Daumen ist nur bedingt ausgeprägt, daher sind für mich Orchideen optimal.
Da mein Schreibtisch eher klein ist, habe ich meine Stifte eine Etage höher verfrachtet. Diese Boxen von Ikea waren eigentlich für das Badezimmer gedacht. Ich habe Postkarten zurechtgeschnitten und sie so als Trennwände eingeklebt. Auf der anderen Seite hängt eine Art Pinnwand. Kordelstreifen habe ich zurechtgeschnitten und an der Wand befestigt. Hier landen aufmunternde Sprüche, Abholzettel und wichtige Flyer befestigt durch mini Wäscheklammern.
Neben Stiften müssen kleine Zettel und Seitenmarkierer immer griffbereit sein. Platz für Handy auf dem Tisch, oder den Blick zum Fernseher habe ich extra vermieden um mich nicht ablenken zu lassen. Leidglich mein Tablet passt dorthin. Momentan nutze ich nur mein Samsung Galaxy Tab A und bin damit äußerst zufrieden. Einen festen Computer besitze ich nicht und fahre damit auch sehr gut.
Weitere Schreibutensilien und andere unterlagen landen in dem Einbauschrank unter der Dachschräge direkt daneben. Zugegebenermaßen ist dieser Schrank leider nicht so geordnet, wie ich es mir wünsche. Ich schreibe mir einfach einen To-Do-Post It, damit ich ihn endlich einmal aufräume.
Seit ich etwas Liebe und Aufwand in meinen Schreibtisch investiert habe, arbeite ich hier richtig gern. Zu optimieren ist noch der Schreibtischstuhl. Bequemlichkeit und Chic sind noch ausbaufähig.

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Wieviel dieser Schreibtisch nun über meine Persönlichkeit sagt ist mir schleierhaft. Teilzeitchaotin, die am Ende der Arbeit kein Chaos mehr mag, dafür aber auf rosa steht? Jedenfalls braucht mein Schreibtisch seine eigene Persönlichkeit. Sonst mag ich dort nicht arbeiten.

Mein heutiger Blogpost ist übrigens nicht an meinem eigenen Schreibtisch entstanden, auch nicht in den eigenen vier Wänden. Ich habe mir meine kleine Ecke freigeschaufelt und habe losgelegt. Texte entstehen bei mir meist in einem Flow und an einem Stück und so konnte ich auch hier schnell loslegen.
An diesem Tisch räumte ich alles geordnet zur Seite und legte es später wieder dorthin zurück, wo es her kam. Die Besitzerin des Tisches braucht eben Platz um ihre Gedanken auszubreiten. Normalerweise teilt sie ihren Tisch auch nicht, also finde ich auch, dass sie niemandem eine Rechenschaft schuldig ist.

Wichtig ist letztendlich, dass man sein eigenes funktionierendes System entwickelt und führt. Hinterfragen kann nicht schaden. Doch wichtig ist, dass die Arbeit im Anschluss funktioniert.

Wie sieht das bei euch aus? Wie sieht euer Schreibtisch aus?
PiWi braucht zum Arbeiten Licht und Platz. Und natürlich den Blick aus dem Fenster!

PiWi

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